Die Stuttgarter Jusos rufen zur Teilnahme an der Jugendratswahl 2018 auf. Noch bis zum Freitag, den 2. Februar dürfen alle Jugendlichen von 14 bis 18 die Jugendräte in Stuttgart für eine zweijährige Amtszeit wählen. Gewählt werden kann via Brief- oder Urnenwahl in Schulen und Jugendhäusern. Nach dem die Zahl der Kandidierenden lange Zeit zurückgegangen war, haben sich im Bewerbungszeitraum nun wieder mehr junge Menschen aufstellen lassen – insgesamt 344. Dadurch kann in fast allen Bezirken eine Wahl stattfinden, Ausnahmen bilden Münster, Vaihingen und Plieningen-Birkach.
„Eine bessere Wahlbeteiligung sorgt für eine höhere Legitimation der Gremien. Deshalb, und um junge Leute zum ersten Mal an die Wahlurne zu bringen und Demokratie erlebbar zu machen, motivieren wir zur Stimmabgabe“, so Felix Kaminski, Sprecher der Jusos Stuttgart.
Neben den Jugendräten in den Bezirken existiert auch ein gesamtstädtisches Gremium, das die Vertretung aller Stuttgarter Jugendlichen darstellt. In den letzten Jahren konnten so Projekte in vielen Bereichen umgesetzt werden: die Ausweitung des Nachtverkehrs, der Neubau von Sportflächen oder über 50 Veranstaltungen allein in der letzten Amtszeit.
Colyn Heinze aus dem Juso-Vorstand und im Dachverband der Jugendgemeinderäte aktiv, ergänzt: „Ein funktionierender Jugendrat ist in vielerlei Hinsicht eine Bereicherung für Politik und Gesellschaft. Einerseits bringen die jungen Menschen neue Ideen und Perspektiven ein. Andererseits weckt das Amt bei vielen Jugendlichen die Begeisterung für die Mitgestaltung vor Ort.“ Talentierter und motivierter Nachwuchs sei gerade in den oft überalterten kommunalpolitischen Strukturen wichtig.
Die Jusos fordern außerdem zukünftig einen Ausbau der Jugendbeteiligung in Stuttgart: Regelmäßige Jugendforen und nach Bedarf angepasste Budgets in den Bezirken seien nötig um die Arbeit zukunftsfähig zu gestalten. Ein zusätzliches Antragsrecht an den Gemeinderat würde dafür sorgen die Präsenz von Jugendthemen in der öffentlichen Diskussion zu stärken.
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