Die Vorschläge des grünen Oberbürgermeisters Fritz Kuhn, die Fahrpreise im Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart (VVS) zum 01.01.2018 um 1,9% zu erhöhen, lehnen die Jusos Stuttgart vehement ab.
„Schon wieder möchte der VVS auf Initiative des OBs die Preise erhöhen und schon wieder ist dies für eine von Feinstaub geplagte Stadt das völlig falsche Signal“, so Felix Kaminski, Sprecher der Jusos Stuttgart.
Die Preise des VVS wurden zuletzt zum 01.01.2017 um ebenfalls 1,9% erhöht. Wer wolle, dass Einwohnerinnen und Einwohner vermehrt Bus und Bahn nutzen, müsse dies auch zu attraktiven Konditionen möglich machen, meinen die Stuttgarter JungsozialistInnen.
Ein vergünstigtes Tagesticket ist zwar grundsätzlich zu begrüßen, muss aber ganzjährig erhältlich sein und nicht nur in der Feinstaubperiode.
Eine Reform des Tarifsystems mit nur einer Zone für Stuttgart kommt dagegen frühestens im Jahr 2019 – wenn überhaupt. Auch dies sei ein falsches Zeichen. „Die äußeren Stadtbezirke fühlen sich dadurch abgehängt“, ergänzt Anaick Geißel, Sprecherin der JungsozialistInnnen.
Der Anteil der öffentlichen Hand an der Finanzierung des ÖPNV in Stuttgart muss massiv erhöht werden, um diesen als attraktive Alternative zum Auto anbieten zu können. Gegenwärtig bezahlen die NutzerInnen über die Fahrpreise 60% der Kosten des ÖPNV. Dieses Verhältnis ist nicht förderlich für den ÖPNV und widerspricht dem eigenen Anspruch der Grüne Stuttgart an eine umweltfreundliche Mobilität!
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